Mit einem Gospelchor durch Afrika – Teil 1

Wenn man Veränderung sucht, dann sollte man raus aus dem eigenen Umfeld. Das ist keine Weisheit – eher eine Selbstverständlichkeit. Nur habe ich keine Veränderung gesucht – sie hat mich eher gefunden.

Eine große Herzensangelegenheit für mich ist die Gospelmusik. Wer es noch nicht wußte – ich fotografiere den größten Gospelchor Deutschlands: Gospel im Osten und tanke hier meine kreative Kraft auf. Durch diese Arbeit ergeben sich oft Gelegenheiten, die ich so nicht plane oder erwarte. Genau von so einer Gelegenheit möchte ich euch erzählen.

Die United Gospel Singers – ein internationaler Projektchor unterwegs durch Tansania mit einem starken Kontrastprogramm und ich war gesegnet dabei sein zu dürfen. In einem Land, wo das atmen schwer fällt, weil der Staub in jede Pore deines Körpers eindringt. Vormittags in den bedürftigsten Gegenden, wo Menschen durch diese Musik Kraft schöpfen können. Abends in den wohlhabendsten Gegenden um Projekte zu unterstützen, die wir wieder am Vormittag besuchen werden.

Krankenhäuser, Masai Dörfer, Kirchen…Frauen, die sechs Stunden zum nächsten Wasserloch laufen müssen um Wasser für ihre Familien zu besorgen. Wasser, welches alle krank macht, weil es nicht sauber genug ist. Ach und übrigens Wasser, welches gar nicht da gewesen ist, als wir dort zur Besichtigung gewesen sind. Unser Guide saß neben dem ausgetrockneten See mit Tränen in den Augen, weil er realisiert hat, wie schlimm die Dürre gerade ist.

Abends Kontrastprogramm – Swimmingpool, Palmen, grüne Wiesen – alles beieinander. Ein bis zwei Stunden voneinander entfernt. Ich habe noch nie im Leben so viel kontroverses auf einer Fläche gesehen.

Auf solchen Reisen hat man das Gefühl von einer höheren Macht geleitet zu werden. Etwas wird einem aufgezeigt und wenn man gut genug hinschaut, versteht man den Wink mit dem Zaunpfahl.

Fortsetzung folgt…

 

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